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Häufig gestellte Fragen lassen sich grob in 4 bzw. 5 Gruppen gliedern. Natürlich möchten wir Ihnen hier an dieser Stelle auch die Antworten geben und Sie damit beim Verkaufsgespäch unterstützen:
- Allgemeines
Scheint bei uns überhaupt genügend Sonne für die solare Stromerzeugung?Eine Photovoltaik-Anlage rechnet sich für Standorte in ganz Deutschland. Pro Quadratmeter treffen jährlich je nach Standort zwischen 850 und 1.250 Kilowattstunden (kWh) Sonnenenergie auf die Erde. Die Technik ist bereits so weit entwickelt, dass auch indirekte Strahlung bei bewölktem Himmel effektiv zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Des Weiteren wirken sich die niedrigeren Temperaturen in Deutschland positiv auf die Leistung der Anlage aus: Denn kühle Module arbeiten effizienter! Solartechnik ist eine tolle Sache – aber rechnet sie sich auch?Durch die staatliche Förderung und die gesetzlichen Rahmenbedingungen bieten Solarstromanlagen gute Renditen. Die aktuelle Förderung erlaubt es, die Nettoinvestition zu 100% fördern zu lassen und lediglich den Betrag der Mehrwertsteuer durch Eigenkapital zu decken. Da jeder PV-Anlagen Betreiber berechtigt ist, sich die Mehrwertsteuer zurück erstatten zu lassen, bekommt man am Quartalsende auf Antrag de facto sein eingesetztes Eigenkapital zurückerstattet. Außerdem bieten Abschreibungsmöglichkeiten interessante Steuersparmodelle. Welche Gebäude oder Freiflächen eignen sich für eine Photovoltaikanlage?Als Fläche für Photovoltaikanlagen kommen grundsätzlich Dächer von Wohnhäusern, Bürogebäude, Produktionsstätten, Scheunen etc. (mit Flach- oder Schrägdach), frei stehende Flächen (z.B. Parkplätze) oder ein brachliegendes Gelände (ehemalige landwirtschaftliche Nutzflächen, Industriegelände etc.) in Frage.
Allerdings akzeptiert der Gesetzgeber keine Gebäude, die nur zum Zwecke der Solarstromerzeugung erbaut werden. Haben Sie eine geeignete Fläche, möchten sich aber nicht um den Anlagenbetrieb kümmern – kein Problem: Sie können Ihren Standort an dritte Anlagenbetreiber verpachten und so indirekt von einer Photovoltaikanlage profitieren. Wichtige Voraussetzungen sind eine gute Ausrichtung der Anlage zur Sonne hin (idealerweise nach Süden) sowie ein weitgehend ungehinderter Lichteinfall.
- Rechtliches und Steuerliches
Brauche ich eine Baugenehmigung?Solaranlagen auf Dächern von Einfamilienhäusern sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei. Die Landesbauordnungen regeln Ausnahmen – einsehbar sind diese unter www.bauordnungen.de. Anders ist es bei denkmalgeschützten Gebäuden, hierbei wird eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde benötigt. Ist die PV-Anlage automatisch durch Gebäude- und Hausratsversicherung versichert?Im Regelfall besteht bei Eigentümern eine Gebäude- und Hausratsversicherung. Die Gebäudeversicherung deckt nur Gebäudebestandteile oder Teile, die fest mit dem Gebäude verbunden sind ab, die Hausratsversicherung umfasst nur Einrichtungsgegenstände. Hier kann es bei einer Photovoltaik-Anlage leicht zu Abgrenzungsschwierigkeiten kommen. Betriebsunterbrechungen bzw. Ertragsausfälle werden durch herkömmliche Versicherungen nicht abgedeckt.
Die meisten Versicherungen bieten ihren Kunden daher eine Allgefahren-Versicherung für PV-Anlagen an. Diese versichert ihre PV-Anlage gegen verschiedenste unvorhergesehene Gefahren wie einfacher Diebstahl, Bedienungsfehler, Schäden an der technischen Peripherie, Überspannung, Brand, Blitzschlag und Überschwemmung. Muss ich wegen einer Photovoltaikanlage ein Gewerbe anmelden?Ein Gewerbe müssen die Betreiber bei den Gemeinden in der Regel nicht anmelden. Aufgrund eines Freibetrages von 24.500 EUR bei der Gewerbesteuer für Einzelunternehmer oder Personengesellschaften ist keine Gewerbesteuer zu zahlen, da der gewerbesteuerliche Betrag bei Kleinanlagen meistens deutlich unter der Freibetragsgrenze liegt. Eine Gewerbesteuererklärung wird erst fällig, wenn der Gewinn über 24.500 € liegt. Soll ich bereits zum Zeitpunkt der Montage der PV-Anlage eine Versicherung abgeschlossen haben? Die Allgefahren-Versicherung für Solarstromanlagen sollte der Betreiber der Anlage sofort zur Inbetriebnahme abschließen. Während der Montage ist die Anlage durch das Montageunternehmen versichert. Was passiert, wenn eines Tages das EEG abgeschafft wird? Bekomme ich dann kein Geld mehr für meinen solar erzeugten Strom?Wenn das EEG abgeschafft oder geändert werden sollte, haben alle PV-Anlagenbetreiber, deren Anlagen bereits Strom ins Netz einspeisen, nichts zu befürchten. Diese Anlagen genießen Bestandsschutz, das heißt, sie werden unter den rechtlichen Bedingungen betrieben, die zur Zeit der Inbetriebnahme gegolten haben. Rückwirkende Änderungen der Vergütungshöhe sind nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, da der Vertrauensschutz, den der Gesetzgeber durch die Höhe und den Zeitraum der Vergütung geschaffen hat, dann verletzt würde. Der Gesetzgeber behält sich jedoch grundsätzlich vor, in Zukunft eine differenzierte Anpassung der Vergütungshöhen für Neuanlagen vorzuschlagen. Welche steuerrechtlichen Aspekte muss ich bei einer Photovoltaikanlage beachten?Wer den mit der Photovoltaik-Anlage erzeugten Solarstrom regelmäßig in das öffentliche Netz einspeist, gilt beim Finanzamt als Unternehmer. Damit ist er grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Allerdings kann der Betreiber einer Anlage beantragen, als sogenannter „Kleinunternehmer“ von der Umsatzsteuerpflicht befreit zu werden, wenn sein Umsatz im Vorjahr unter 17.500 € und im aktuellen Jahr voraussichtlich unter 50.000 € liegt. Die Umsatzsteuerpflicht hat jedoch Vorteile, weil das Finanzamt dann die in den Anschaffungskosten enthaltene Mehrwertsteuer (als Vorsteuer) erstattet.
Beim Betrieb einer Photovoltaikanlage ist für das Finanzamt von Interesse, ob mit der Anlage ein Gewinn erzielt wird oder nicht. Anlagen, die aus „Liebhaberei“ betrieben werden und mit denen keine Gewinne erzielt werden sollen, werden steuerlich nicht belangt. Hier erhalten Sie auch die Umsatzsteuer nicht zurück und können die Aufwendungen steuerlich nicht geltend machen. Wie komme ich an die staatlichen Förderprogramme heran?Alle staatlichen Förderprogramme (CO2-Minderungsprogramm, KfW-Umweltprogramm... ) werden über Ihre Hausbank beantragt. Die Hausbank verfügt über die entsprechenden Formulare oder besorgt sie für Sie. Nachdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den jeweiligen Antrag bewilligt hat, überweist sie das Geld an die Hausbank und diese wiederum benachrichtigt Sie, dass Ihr Geld zur Verfügung steht.
- Technisches
Erhalte ich mit monokristallinen Modulen mehr Ertrag, als mit polykristallinen Modulen?Der Ertrag beider Modultypen ist gleich. Es gibt nur optische Unterschiede zwischen den Solarzellen. Geht von der PV-Anlage eine erhöhte Blitzgefahr aus?Das ist so nicht richtig. Wenn Ihr Haus bereits über einen Blitzschutz verfügt, wird die Anlage darin integriert. Hat Ihr Haus keinen Blitzschutz, wird die Energie bei einem eventuellen Blitzeinschlag über die Rahmen und die Unterkonstruktion der PV-Anlage zur Erde abgeleitet. Ist eine regelmäßige Reinigung notwendig?Nein, denn die nötige Reinigung übernimmt der Niederschlag. Eine Ausnahme bilden Gebiete mit starker Luftverschmutzung – dort ist eine Reinigung in größeren Zeitabständen empfehlenswert. Soll ich mein Dach, die Dacheindeckung vor Installation der PV-Anlagen sanieren lassen?Die Lebensdauer von Solarstromanlagen liegt bei ca. 30 Jahren. Daher ist eine dauerhaft stabile und witterungsbeständige Dacheindeckung zwingend erforderlich. Eine Installation auf asbesthaltigen Dachflächen ist gesetzlich nicht zulässig. Stimmt es, dass bei der Herstellung viel mehr Energie verbraucht wird als eine Photovoltaikanlage jemals erzeugt?In den Anfängen der Photovoltaik war dies der Fall, als noch einzelne Module für die Raumfahrt produziert wurden. Durch die Entwicklung der Technik und die intensivierte Produktion brauchen PV-Anlagen heute nur noch 3 Jahre – und können bei einer Lebenszeit von mind. 25 Jahren mehr als achtmal soviel sauberen Strom erzeugen als sie verbraucht haben. Welche Montagearten gibt es?Photovoltaikanlagen können fast auf jedem Dach montiert werden - dank spezieller Gestelle zur Aufständerung sind auch Flachdächer kein Hindernis. Außerdem können Anlagen in Fassaden und Gebäude integriert werden. Eine Aufstellung auf einer Freifläche ist auch möglich, entweder mit festen Gestellen oder mit Nachführsystemen (engl. Tracking). Würden Sie eine PV-Anlage auch auf mein nach Osten (bzw. Westen) ausgerichtetes Dach bauen - lohnt sich das?Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen ist der Ertrag, welcher von den Einstrahlungsbedingungen abhängt. Reine Ost- bzw. Westausrichtungen sind nicht optimal, können bei günstigen Gegebenheiten trotzdem lohnenswert sein.
- Anlagenbetrieb
Erhalte ich eine Ausfallentschädigung bei Wechselrichter-Austauschzeiten (Stillstand der Einspeisung)?Nein, denn der Austausch von defekten Wechselrichtern erfolgt während der Garantiezeit im Regelfall innerhalb von ca. 1-2 Arbeitstagen nach erfolgter Reklamation.
Was passiert nach der Nutzungszeit der PV-Anlage - muss ich diese kostenpflichtig entsorgen?Die Solarwirtschaft hat einen Entsorgungskreislauf geschaffen, der Solarmodule kostengünstig recycelt (Siehe www.pvcycle.de). Welche Wartungsarbeiten fallen an?Solarstromanlagen sind grundsätzlich wartungsfrei. Lediglich eine regelmäßige Kontrolle der WR sollte erfolgen um festzustellen ob eventuell eine Störung vorliegt. Einmal jährlich sollten sämtliche Anlagenkomponenten einer Sichtprüfung unterzogen werden.
- Häufige Fragen von Installateuren
Benötige ich spezielle Werkzeuge zur Montage?Handelsübliches Werkzeug zur Dachmontage ist ausreichend, lediglich zum verpressen der Steckverbindungen ist professionelles Werkzeug nötig. Wir empfehlen auf Grund der speziellen Anforderungen von DC-Steckverbindungen den Einsatz von herstellerspezifischen Crimpwerkzeugen. Mit welchen Auslegungshilfen arbeitet Grammer Solar und sind diese frei verfügbar?Wir arbeiten bei der Auslegung von Wechselrichtern mit Herstellerprogrammen, welche kostenfrei erhältlich sind. Zusätzlich erstellen wir Simulationen mit dem Programm PVSOL, welches kostenpflichtig ist. Muss ich grundsätzlich Vorwissen zur Photovoltaik mitbringen?Nein, denn Grammer Solar bietet Ihnen umfangreiche Handwerkerschulungen an. Was bietet mir Grammer Solar?Als Systemlieferant für Solarstromanlagen bieten wir Ihnen kompetenten Komplettservice von der Angebotserstellung über Schulungen bis zur fertig konfektionierten Lieferung. Welche Sicherheitsrichtlinien muss ich bei der Montage beachten?Grundsätzlich sind bei Dacharbeiten Absturzsicherungen nach VBG, 37, § 8 erforderlich. Bei Arbeiten an elektrischen Anlagen sind verschiedene Regeln der Technik zu berücksichtigen (Technisches Handbuch Solarstrom). Welche Vorteile hat das Grammer Solar Schienensystem?Das Grammer Solar Schienensystem ist als Kreuzschienenausführung für viele Dachvarianten geeignet, sehr stabil, mit optimierter Hinterlüftung und durch das Modul-Einlegesystem montagefreundlich. Welches zusätzliche Material benötige ich zur Installation einer PV-Anlage?Für die Netzanbindung der Photovoltaikanlage benötigen Sie Elektroinstallationsmaterial wie Kabel, Sicherungen, Fehlerstrom-Schutzschalter etc. Wer hat welche Verantwortungsbereiche bei dem Verkauf einer PV-Anlage?Der Installateur muss genaue Angaben zu dem geplanten Objekt liefern (PV-Angebotsanfrage). Grammer Solar ist für die professionelle Auslegung der Anlage und die Auswahl qualitativ hochwertiger Komponenten zuständig. Weiterhin ist der Installateur verantwortlich für die Montage der Photovoltaikanlage nach den Planvorgaben von Grammer Solar.
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